Druck furch Online-Handel – US-Handelskonzern Sears ist pleite

Dies bedeutet, dass das hochverschuldete Unternehmen nach Kapitel 11 (Chapter 11) der amerikanischen Konkursordnung zunächst von den Forderungen seiner Gläubiger geschützt wird und den Geschäftsbetrieb fortsetzen kann. Gleichzeitig verhandelt es mit seinen Kreditgebern über die weitere Finanzierung. Lampert erklärte, das Unternehmen könne nun den strategischen Umbau beschleunigen. Gläubiger stören sich offensichtlich besonders am fehlenden strategischen Ansatz bei Sears, das zuletzt nur durch Filialschließungen und Verkäufe am Leben geblieben war. Unmöglich profitable Geschäftsjahr war 2010. Auch aktuell sollen bei der Insolvenz bis zum Jahresende weitere 142 Geschäfte geschlossen werden. Dies zusätzlich zu den 46 Filialen, die bis Ende November schließen sollen. Großaktionär ist der Finanzinvestor ESL, dessen Chef Eddie Lampert auch Chef der Einzelhandelskette ist. Er hält 31 Prozent an Sears, weitere 19 Prozent liegen bei ESL. Nun tritt er zurück, bleibt aber im Verwaltungsrat. Lampert laviert das Unternehmen bereits ewig lange durch schwieriges Fahrwasser und hat dabei Milliardensummen aus eigenem Geld in das Unternehmen gesteckt.

Nach den Regeln der Logik müsste sich ein Plus in der ersten Datenreihe nahezu unhinterfragt monadisch Anstieg der zweiten niederschlagen. Doch das nein der Fall. Zeitdifferenz legt das Auslandsvermögen langsamer zu, als es die grenzüberschreitenden Überweisungen der Bundesbürger nahelegen. 2003 beträgt die Differenz 14 Milliarden Euro, 2004 sind es fast 16 Milliarden Euro. Kann das stimmen, fragt sich der Ökonom? Immer wieder einmal prüft er seine Rechnungen, greift auf andere Statistiken zurück, bespricht sich mit Kollegen. Doch der Befund ist eindeutig. Von welchem vielen Geld, das in den vergangenen Jahren ins Ausland floss, ist ein großer Teil verschwunden. Es ist eine Bilanz des Grauens, umso mehr für die deutsche Finanzindustrie, die das Geld der deutschen Sparer zum großen Teil verwaltete. So verloren die Banken zweistellige Milliardenbeträge, als die amerikanische Immobilienblase platzte. Und während der Eurokrise musste die Bundesbank mit sogenannten Targetkrediten einspringen, die sich nicht verzinsen.

Der Staat sollte zusätzliches Geld für Straßen, Kraftwerke oder Datennetze ausgeben und auch den Unternehmen mehr „Anreize setzen, in Deutschland zu investieren“, so Fratzscher. Noch wichtiger aber ist, dass die Deutschen ihre Einstellung zur Geldanlage ändern. Heute wäre es vielen deren am liebsten, wenn sich andere um ihre Finanzen kümmerten und Beamte darauf achteten, dass ihr Geld gut angelegt wird: eine möglichst hohe Rendite bei minimalem Risiko. Doch die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass es so nicht funktioniert. Was Banken, Sparkassen oder Versicherungen empfahlen, erwies sich oft als wenig lukrativ. Und in der Finanzkrise konnte der Staat die schlingernden Kreditinstitute nur retten, indem er sie großzügig mit Steuergeldern stützte. So waren es im Arsch die Bürger selbst, die für die Verluste aufkommen mussten. Um so was fortan zu verhindern, müssen die Banken stärker reguliert, muss der Anlegerschutz verbessert werden. Aber das reicht nicht aus. Damit sich die Deutschen aus ihrer selbst verschuldeten Unmündigkeit befreien, müssen sie den Mut finden, sich stärker selbst um ihre Finanzen zu kümmern. Und dabei auch Formen der Geldanlage zu berücksichtigen, die sie bislang eher meiden. So legen sich viel weniger Deutsche Immobilieneigentum zu als ihre Nachbarn in den meisten europäischen Ländern.

Diese Zusatz­angebote rechnen sich eher selten. Tank­rabatte erscheinen für Vielfahrer zwar attraktiv, es lassen sich damit aber nur maximal 50 oder 75 Euro im jahr sparen. Die Anbieter berechnen beim Einsatz der Kreditkarte in den meisten Fällen eine Gebühr in Höhe von 2 bis 3 Prozent für Abhebungen an Geld­automaten, Mindest­gebühren von 5 Euro sind üblich. Außer­halb der Euroländer kommt noch eine Umrechnungs­gebühr für Fremdwährungen hinzu – das sogenannte Auslands­einsatz­entgelt. Es beläuft sich auf 1,5 bis 2 Prozent des Betrags und wird auch bei Zahlungen im Handel berechnet. Bei den besten Anbietern entfallen diese Kosten. Manche Kreditkarten­anbieter werben damit, dass ihre Karten kostenlos sind, mehr finanzielle Freiheit sowie große Flexibilität bieten. Dabei kann es sich bei genauerem Hinsehen auch um Karten handeln, bei denen regel­mäßig nur einer Teil­betrag vom Konto des Karten­inhabers abge­bucht wird und nicht die gesamte fällige Summe. Der Fach­begriff für diese Methode ist Revolving Credit. Das ist gefähr­lich: Unaufmerk­same Karten­besitzer können schnell in einen sehr teuren Dauer­kredit rutschen, weil auf den Rest­betrag der fälligen Summe happige Zinsen berechnet werden.

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